Das Justistal und seine Alpen

CHF 49.50

Kategorie:

Beschreibung

Das Justistal und den Chästeilet als Abschluss des Alpsommers sind weitherum bekannt. Doch das Gebirgstal in Sigriswil am nördlichen Thunersee-Ufer hat noch viel mehr zu bieten. Das beweist das neue Buch «Das Justistal und seine Alpen» der Geschwister Therese Krähenbühl-Müller und Samuel Krähenbühl, soeben erschienen im Weberverlag Thun.

Oder wussten Sie etwa, dass ein Holländer an der Nordsee das Tal mit sämtlichen Alpen mit Steinen aus der Schweiz nachbaute? Haben Sie schon je vom «Hohseiler» gehört, einem an die Felsen des Niederhorns verbannter Mönch, der an stürmischen Tagen laut heult? Oder kennen Sie die Geschichten der Brotbuben, welche früher den Sennen am Samstag die Wocheneinkäufe ins Tal brachten und bei dieser Gelegenheit Fische aus dem Bach zogen? Und wussten Sie, dass im Justistal im 2. Weltkrieg nicht nur Strassen und Festungen, sondern auch zwei Seilbahnen gebaut wurden? Das sind nur einige der interessanten Aspekte rund ums Justistal, welche auf 350 Seiten thematisiert werden.

Auch gingen die Autoren, deren Mutter aus Oberhusen im Ortsteil Sigriswil stammt, der Geschichte jeder einzelnen der neun Justistaler Alpen nach. Dazu haben sie Interviews mit den Verantwortlichen aller Alpen geführt. Und zusätzlich auch mit ehemaligen Älplern und Bergvögten. So wird ein für alle Mal geklärt, warum und wie die Oberhofner zu ihrer eigenen Alp im Justistal gekommen sind. Dazu haben die Autoren einen Teilungsvertrag aus dem Jahr 1747 wiederentdeckt. Auch wird die teils bewegte Geschichte der Alphütten erläutert, welche leider oft Lawinen oder Bränden zum Opfer gefallen sind. Dank wiederentdeckten alten Fotos ihres Urgrossvaters Dr. Ernst Konrad Schiller, welche jahrzehntelang auf den Original-Glasplatten im Estrich ihrer Grosseltern in Oberhusen im Dornröschenschlaf schlummerten, konnten die Autoren diese Unglücke sogar teilweise im Bild ins Buch bringen.

Besonders eindrücklich sind auch die Bilder des damals noch vereisten Schaflochs, welche ebenfalls ihr Urgrossvater persönlich auf die Glasplatte bannte. Aber selbstverständlich sind im Buch neben den alten schwarz-weissen Fotos auch viele bunte Bilder aus den vergangenen Jahren zu sehen bis hin zu modernen Drohnenaufnahmen des Corona-Chästeilets 2020. Und natürlich wird auch das nicht ganz einfach zu verstehende System des uralten Chästeilets mit Text und Grafiken erklärt.

Autoren: Therese Krähenbühl Müller, Samuel Krähenbühl, 350 Seiten, 23 × 27 cm, gebunden,  Hardcover, erschienen im Werd & Weber Verlag, Thun, ISBN 978-3-03818-319-8