Nacht und Licht

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Beschreibung

Die Schweiz stand 1918 am Rand des Bürgerkriegs. Ein gütiges Geschick und genügend Mässigung in beiden Lagern haben ihn verhindert. Dass ein durch Teuerung, Mangel und Pandemie, die Grippe, geschwächtes Volk im Europa der Revolutionen konsequent seinen demokratischen, selbstbestimmten Weg ging, hat viele Gründe.

Einer davon ist der selbstlose freiwillige Einsatz, den Frauen und Männer 1914 bis 1918 zur Linderung der Not der Soldaten und ihrer Familien geleistet haben. Persönlichkeiten wie die Zürcherinnen Susanna Orelli-Rinderknecht und Else Spiller (nachmals Züblin-Spiller), beide Gründerinnen von bis heute bestehenden grossen Unternehmungen, die Genferin Gabrielle Wagnière-Curchod, die Tessinerin Marietta Crivelli-Torricelli, die Bernerinnen Bertha Trüssel
und Emma Müller-Vogt, der Basler Emanuel Probst und andere mehr riefen mit der ganzen Kraft ihres Wesens Soldatenstuben, Kriegswäschereien, ja einen eigentlichen landesweiten Sozialdienst für die Soldaten und ihre Familien ins Leben, dachten an Weihnachtsgeschenke für die Vergessenen, sorgten durch Spendensammlungen für die Voraussetzungen solchen Tuns.

Die militärische und politische Hierarchie zeigte sich aufgeschlossen. So war es möglich, das Notwendige zu tun, um das Vertrauen einer grossen Mehrheit in die Werte des Landes zu erhalten. Zu diesen Werten gehört gewiss vor allen anderen die Freiheit, dann aber doch auch die praktische, gelebte Solidarität, ein Licht in der Nacht der Jahre 1914 bis 1918.

Jürg Stüssi-Lauterburg, Hans Luginbühl: «Nacht und Licht – Schweizer Soldatenfreunde 1914 – 1918» 118 Seiten mit Illustrationen