L’Ajoie – ‹No man’s land› Franco-Suisse

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Beschreibung

Auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg ging es um die Macht in Europa. Verträge und selbst der Völkerbund brachten keineswegs einen dauernden Frieden. 1939 brach ein neuer Weltkrieg aus. Generalmobilmachung und Grenzwache in der Ajoie während Jahren folgten.

Zum vorliegenden Buch von Oberst Hervé de Weck sagt Oberst Fabien Kohler, Präsident der Société jurassienne des officiers: «Hervé de Weck évoque en termes simples quelques-uns des problèmes qui se posent en Ajoie et dans le Clos du Doubs, le saillant de Porrentruy, pendant la Seconde Guerre mondiale. La région apparaît comme un ‹no man’s land› dans les deux sens du terme : une zone inoccupée entre les premières lignes de deux armées ou un terrain neutre. Entre 1939 et 1944, l’Ajoie n’est pas défendue comme les autres saillants Genève, Bâle ou Schaffhouse. En Ajoie, quelle est la gestion des questions frontalières par les autorités suisses, françaises et allemandes? Aux frontières de l’Ajoie, on dresse dès septembre 1939 des barrages avec des herses et des chars à échelle hérissés de barbelés.» Les chapitres «Une frontière fermée est-elle hermétique? Les réfugiés, et, 1944-1945 – la situation des Suisses en France voisine – sont thématisés.»

Die Themen sind sachlich behandelt und doch ist man tief berührt davon. Man lebt und leidet das Leben der armen Bevölkerung der Region und der Soldaten im Aktivdienst mit. Die Zeit der «Garde frontière» im Pruntruter Zipfel war für niemanden einfach, weder für die Einheimischen, noch für die Behörden, noch für die Armee. Es brauchte viel Geduld, Entscheidungen, Lösungen. Es war nicht immer romantisch. Es ging oftums Überleben und es ging auch um Freundschaften über die Grenze hinweg, die viele schlichte Menschen dann vor Probleme stellten. Bisher war man doch gut miteinander ausgekommen, trieb Handel, Gewerbe, gründete Familien und plötzlich stand man sich mit der Waffe in der Hand gegenüber, die Schweizer Soldaten zur Verteidigung bereit und die Franzosen als von den Deutschen besetztes Land. Wahrlich ein Niemandsland. Das Buch ist lesenswert und mit teils seltenen Fotos – da aus Privatbesitz – illustriert, was es zu etwas Besonderem werden lässt.

Hervé de Weck: «L’Ajoie – ‹No man’s land› Franco-Suisse», Editions Cabédita, Bière, 160 Seiten. Hinweis: Das Buch ist in französischer Sprache. ISBN 978-2-88295-823-5